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echo-online, 04. Februar 2009

Das große Anbaggern in Ober-Ramstadt

SCHLAG AUF SCHLAG soll es bei der städtebaulichen Entwicklung dieses Brachlandes in Ober-Ramstadt gehen. Am Mittwoch trafen sich Investoren, Bürger und Politiker an einer alten Tankstelle zum „Anbaggern“ mit Bürgermeister Werner Schuchmann. …

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echo-online, 04. Februar 2009

Das große Anbaggern in Ober-Ramstadt

„Es geht Schlag auf Schlag“

SCHLAG AUF SCHLAG soll es bei der städtebaulichen Entwicklung dieses Brachlandes in Ober-Ramstadt gehen. Am Mittwoch trafen sich Investoren, Bürger und Politiker an einer alten Tankstelle zum „Anbaggern“ mit Bürgermeister Werner Schuchmann.

OBER-RAMSTADT. Während andernorts von Wirtschaftskrise und Bevölkerungsschwund die Rede ist, hat das gut 15.600 Einwohner große Ober-Ramstadt am Mittwoch ein kräftiges Wachstumssignal gesetzt und mitten in der Stadt mit der Erschießung eines Wohnviertels für 800 Neubürger begonnen.

Das früher von Industrie und amerikanischem Militär genutzte „Miag“-Gelände lag seit 15 Jahren brach und soll jetzt als „Sonnenhang“ aufblühen. Großinvestoren, Politiker und Anwohner applaudierten am Mittwochmittag Bürgermeister Werner Schuchmann (SPD), als er beim „Anbaggern“ die Reste einer vom Militär errichteten Tankstelle dem Erdboden gleichmachte.

Das Stadtoberhaupt ist zuversichtlich, dass die Einwohnerzahl seine Kommune entgegen dem Bundestrend spürbar steigt und bald wieder die schon einmal erreichte 16 000 knackt. „Wir drehen ein großes Rad“, sagt Schuchmann. Eine 2005 gegründete Stadtentwicklungsgesellschaft, die zur Hälfte von der Stadt und zur anderen Hälfte von zwei Ingenieurbüros getragen wird, hatte das Areal im Frühjahr 2008 nach zähem Ringen von der Bundesrepublik für einen nicht genannten Millionenbetrag gekauft.

Am Mittwoch zum Start der Bauarbeiten kündigte Planer Martin Bullerjahn an, „dass es jetzt an allen Ecken und Enden losgeht. Da ist Dynamik drin, es geht Schlag auf Schlag, die Leute werden staunen.“

In den vergangenen Tagen ist das verwilderte Land bei Rodungen bereits gelichtet worden. Nun folgt die Entsiegelung großer Asphalt- und Betonflächen. Gebäude und Hallen werden abgerissen. Für April/Mai steht die Anlage erster Straßen und Kanäle auf dem Programm Am Fuße des Sonnenhangs graben die Bagger nach der Frostperiode ein Regenüberlaufbecken mit acht Meter Tiefe und 2600 Kubikmeter Fassungsvermögen.